Noch keine Ahnung, wie es nach dem Schulabschluss weitergehen soll? Ob Studium, Ausbildung oder erst einmal schauen, was einem liegt? Mit einem Freiwilligendienst lässt sich nicht nur ein Jahr sinnvoll überbrücken, vielmehr bringt ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) eine Vielfalt nützlicher theoretischer wie praktischer Erfahrungen mit sich. Für welche Art der Einrichtung oder welchen Verein man sich für ein FSJ entscheidet und auf welchem Gebiet man dann für die kommenden 12 Monate tätig sein wird, hängt nicht zuletzt von den eigenen Interessen ab.

Für alle, die sportlich ambitioniert sind und gerne mit Kindern und Jugendlichen zusammen arbeiten, ist hier in Hennef der Hennefer Turnverein (HTV) die optimale Anlaufstelle. Bereits seit 13 Jahren können Jugendliche im Alter von 18 bis 26 Jahren beim HTV im Rahmen eines FSJahres nicht nur wesentliche Erfahrungen in vielfältigen Sport- und Übungsstunden sowie bei Ausflügen und Projekten sammeln, vielmehr erfährt man auch einen interessanten Einblick in die Vereinsarbeit, arbeitet in einem motivierten Team und kann bei der Gestaltung der Übungsstunden eigene kreative Ideen mit einbringen. „Wir brauchen die FSJler für die Jugend.“, sagt Michaele Mons, stellvertretende Vorsitzende und Ansprechpartnerin für die Freiwilligendienste beim HTV, und berichtet von den unzähligen guten Erfahrungen, die der Verein im Laufe der vielen Jahre gemacht hat.

v.l. Michaele Mons (Betreuerin), Sebastian Forst (ehemaliger Freiwilligendienstler), Merle Preis (derzeit aktive Freiwilligendienstlerin)

Mit über 4.000 Mitgliedern der größte Sportverein im Rhein-Sieg-Kreis bietet der HTV in elf verschiedenen Abteilungen vielfältige Sportangebote an. Für die FSJler liegt der Einsatzschwerpunkt grundsätzlich im Bereich Kinderturnen und -schwimmen, aber auch eigene Wünsche würden im Laufe der 12 Monate Berücksichtigung finden, so Mons. Die verpflichtenden praktischen und theoretischen Seminarwochen übernimmt als Träger des FSJahres der Landessportbund (LSB) NRW. Mit Beginn des neuen Schuljahres starten auch die Kurse beim LSB NRW, so dass hier gleich mit dem Übungsleiterschein begonnen werden kann und sich die vielen Jugendlichen in ihren Lerngruppen untereinander austauschen können. Denn für alle, die ohnehin sportbegeistert sind und Spaß am Training mit Kindern und Jugendlichen haben, ist der Erwerb der Übungsleiter-C-Lizenz noch ein weiterer lohnenswerter Aspekt.
„Das ist grandios, dass der Schein dabei hängen bleibt!“, freut sich Sebastian Forst, der vor einigen Jahren mit einem FSJ seine Laufbahn im HTV begann und heute als Jugendwart hier auch weiterhin tätig ist. Nicht nur die Entscheidung für seinen beruflichen Werdegang hätten diese abwechslungsreichen 12 Monate beeinflusst, vielmehr konnte er dank des Übungsleiterscheines auch sein Studium nebenbei finanzieren.
Auch Merle Preiß, die seit September 2017 im HTV ihren BFD absolviert, ist begeistert – nicht nur von der sportlichen Arbeit mit den Kids auch die tolle Zusammenarbeit im Verein gefällt ihr gut. Geholfen hat dieses eine Jahr auch ihr für die Berufsfindung und unabhängig von den Erfahrungen, die man in dieser Zeit mitnehmen kann, wird ein FSJ oder der BFD auch als Wartesemester anerkannt. Vergütung und Sozialversicherungen sind eingeschlossen bei dieser Vollzeitstelle und auch die Kindergeldberechtigung bleibt erhalten.

Für September 2018 sucht der HTV noch neue sportliche Freiwilligendienstler im Kinder- und Jugendbereich und wer schwimmen kann, möglichst mobil ist und Spaß an der Arbeit im Team hat, erhält weitere Informationen auf unserer Seite zu den Freiwilligendiensten.
 

Dieser Artikel wurde von Ulli Grünewald geschrieben.
Veröffentlicht im Stadtecho Hennef am 06. April 2018, KW 14