Wie beschreibe ich das vergangene Jahr am besten? Es hat wirklich viel Spaß gemacht, ich habe mich selbst weiterentwickelt und viele neue Erfahrungen gesammelt. Aber das ist der Standard, über den immer berichtet werden kann.
Andererseits ist jedes Jahr und jeder Freiwilligendienst anders und einzigartig. Deshalb möchte ich berichten, was meinen Freiwilligendienst so besonders für mich gemacht hat.

Dajana ganz offiziell im T-Shirt der Sportjugend NRW.

Entscheidung und Anfang

Eigentlich war mir von Anfang an klar, dass ich mein erstes Jahr nach der Schule noch nicht mit langem Stillsitzen und Lernen in der Hochschule verbringen möchte. Ein Jahr wollte ich mir geben, und möglichst sinnvoll wollte ich die Zeit auch nutzen.
Über mein Kletterhobby erfuhr ich über die Möglichkeit des Freiwilligendienstes im HTV. Freunde waren skeptisch, ob ein Freiwilligendienst im eigenen Sportverein mit so vielen für mich unbekannten Abteilungen sinnvoll war. Ich entschied mich trotzdem dafür und bereue die Entscheidung nicht.


Meine Aufgaben und meine Lieblingsgruppe

Als Freiwilligendienstlerin war es meine Aufgabe, viele verschiedene Gruppen in den elf verschiedenen Abteilungen erst zu unterstützen und sie schließlich eigenständig zu leiten. Nicht jeder Anfang war leicht. Besonders beim für mich völlig neuen Kinderschwimmen war es teils sprichwörtlich der Sprung ins kalte Wasser. Aber in den unbekannten Aufgabenbereichen, habe ich mich schneller zurechtgefunden, als ich dachte.
Besonders eine Gruppe habe ich schnell ins Herz geschlossen und werde sie wohl auch nicht so schnell wieder loslassen. Das Familienturnen. Was für manchen vielleicht wie ein heilloses Durcheinander aus schreienden Kleinkindern und viel zu vielen Eltern aussehen mag, war für mich immer ein Ort, an dem ich mich entspannen konnte und an dem ich auch mal wieder selbst Kleinkind sein konnte.
Und mal ganz im Ernst, wer möchte nicht ab und zu mal wieder für einige Zeit einfach nur spielen und sich ein wenig zum Affen machen? Ich auf jeden Fall. Für mich gab es nichts Schöneres, als eine Stunde lang mit kleinen Kindern zu spielen und einfach mal alles andere zu vergessen.

Dajana mitten im Kindergewusel – eine Frohnatur.

Sommer und Abseits der Sportstunden

Wobei, an Möglichkeiten Spaß zu haben und auch mal weniger Ernst zu sein, hat es bestimmt nicht gefehlt. Im Kopf blieben mir zum einen der gar nicht eigennützige Einkauf neuer Spielsachen für das Familienturnen (Nein, nein, ich möchte damit bestimmt nicht selber spielen).
Zum anderen waren es die Tage in den Ferien, an denen wir Klettergriffe mit dem Hochdurckreiniger säuberten. Es gibt schließlich nichts Besseres, als bei Temperaturen über 30°C in der prallen Sonne zu arbeiten. Zumindest nicht, wenn ein Pavillon als Sonnenschutz, eine ergiebige Wasserquelle und ein Teil des Jugendvorstandes dabei sind.
Die Leute des Jugendvorstandes trafen sich mehr oder weniger zu regelmäßigen geselligen Aktionen im Jugendraum. Und mir kann keiner erzählen, dass er schon einmal einen Filmabend veranstaltet hat, der von vorne bis hinten komplett ernst war und ohne irgendwelchen Unsinn ausgekommen ist. Wenn ja, dann bin ich sehr froh im Jugendvorstand zu sein und den ganzen Spaß mitzuerleben.


Immer den Überblick bei der Aufsicht. Den Weitblick wünschen wir dir auch in deiner Zukunft.

Rückblick und Ausblick

Ihr seht also, so ein Jahr als FSJler im HTV bietet viel mehr, als nur die Entwicklung fachlicher Kompetenzen, die Schulung eigener Stärken und die Überarbeitung persönlicher Schwächen. Mir hat es gezeigt, dass auch die Dinge, die einem vielleicht am Anfang unlieb erscheinen, sich mit etwas Eigeninitiative und Arbeit zu etwas sehr Schönem entwickeln können. Auch die Skepsis seiner Freunde sollte man ernstnehmen, aber dennoch seine eigenen Vorstellungen verfolgen.
Und dass man auch an Orten, an denen man es vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte, unglaublich tolle Menschen treffen kann. Deshalb kann ich, wenn auch nur für mich selbst behaupten, dass der Freiwilligendienst hier eine unglaublich tolle Erfahrung war, die ich gerne weiterempfehle.

In dem Sinne verabschiedet sich euer „Sklave“ (tollster Spitzname – vielen Dank liebe Jugend) aus einem tollen Jahr,

Dajana

 


Wir sagen ‘Danke!’

Liebe Dajana,

unbekannt warst du uns nicht, aber ein Jahr später warst du in vielen Abteilungen im Kinder- und Jugendbereich tätig. Wir möchten uns herzlich von dir verabschieden und dir für dein Engagement bedanken. Wir wünschen dir alles Gute für dein Studium und hoffen, dass du uns lange erhalten bleibst. Stelle noch einige tolle Sachen auf die Beine.

 

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