Modern, dynamisch und vor allen Dingen cool und hipp ist diese Trendsportart zweifelsohne. Und so war und ist dies sicherlich immer noch einer der Beweggründe für die Entstehung und die Beliebtheit der Abteilung “Klettern” im Hennefer Turnverein (HTV).
Der mitgliederstärkste Verein des Rhein-Sieg-Kreises blickt auf eine lange, traditionsreiche Vereinsgeschichte zurück, die bereits 1895 erfolgversprechend ihre Anfänge nahm. Angesteckt von den schwungvollen Turnübungen der Turner des damals bereits existierenden Siegburger Turnvereines beschlossen auch die Hennefer, dass es nun endlich an der Zeit sei auch hier in der Stadt einen Turnverein zu gründen. Gesagt getan, fanden sich zu Beginn 39 Mitglieder, die von nun an der ersten Abteilung, dem Turnen, angehörten. Kein Jahr später waren es bereits 88 Mitglieder. Heute zählt der HTV über 4.000 Mitglieder jeden Alters und bietet in elf Abteilungen ein vielfältiges Sportangebot für Jung und Alt an, leistet eine vorbildliche Jugendarbeit und ist im Breiten- wie im Leistungssport auch dank großen ehrenamtlichen Engagements erfolgreich vertreten.

Doch während Abteilungen wie Schwimmen oder Triathlon einen hohen Bekanntheitsgrad auch über die Stadtgrenzen hinaus genießen, hat der HTV noch so viel mehr sportliche Angebote im Programm, die nicht minder interessant sind und die wir im Stadtecho Hennef (Anmerkung: dieser Artikel wurde am 10.08 im Stadtecho veröffentlicht) in den kommenden Monaten der Reihe nach einmal ausführlich vorstellen möchten.


Den Anfang macht die Kletterabteilung, die dank einer vielseitigen, wandelbaren Kletterwand und vielen weiteren Möglichkeiten zum Klettern das ganze Jahr über bei Wind und Wetter genutzt werden kann und sich stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Offiziell gegründet 2014 ist sie die jüngste Abteilung innerhalb des HTVs, doch gehen ihre Wurzeln bereits auf eine “Indoor-Klettergruppe” innerhalb der Turnabteilung im Jahre 1995 zurück. Damals machte sich die Trendsportart “Klettern” aller Orts auf den Weg, vor allem die Herzen der Jugend zu erobern; denn cool und dynamisch, mit stylischen Boulderhosen und hippen Shirts war Klettern gefühlt deutlich lässiger als Turnen oder Fitness. Und auch heute noch zeigt ein Blick auf das Alter der rund 400 Mitglieder dieser Abteilung, dass sie nicht nur jung, sondern auch jung geblieben ist. Von Kinder- und Jugend- bis hin zu Familien- und Erwachsenengruppen gibt es mittlerweile elf verschiedene Gruppen, die die ganze Woche über zu unterschiedlichen Terminen die vielfältigen Kletteroptionen in der Fritz-Kuchenmeister-Halle nutzen. Begleitet und unterstützt von neun Übungsleitern und fünf Helfern ist das Klettern an der bis zu acht Meter hohen Kletterwand mit all ihren Vorsprüngen und technischen Schwierigkeiten immer wieder eine Herausforderung; denn die Griffe werden in den Ferien gerne auch mal ummontiert, damit keine Langeweile aufkommt. Zwei Teile der Wand sind dabei exklusiv im Vorstieg begehbar.

Weitere sportliche Herausforderungen bietet das Abschwingen von der Affenschaukel, das Abseilen von der Ebene der Umkleiden, der Mini-Hochseilgarten sowie das Kistenklettern oder spontan aufgebaute Kletter-Parcours. Aber auch Ausflüge in den Hennefer Kletterwald oder in nahe gelegene Boulder- und Kletterhallen macht die abwechslungsreiche Kletterabteilung aus, ebenso wie die Möglichkeit hier in der Halle unvergesslich sportliche Klettergeburtstage feiern zu können. Und mindestens einmal im Jahr hält auch echtes Wettkampffeeling in der HTV-Halle Einzug; denn seit vergangenem Jahr finden hier die Stadtmeisterschaften im Klettern und Bouldern statt und gesucht wird der “Überflieger” in verschiedenen Altersklassen.

Seit 2017 ist Torsten Neuenhöfer Abteilungsleiter der Kletterer, die bis dahin der heutige Jugendwart Sebastian Forst geleitet hat. Fragt man Sebo, der vor vielen Jahren nach seinem FSJ im HTV “hängengeblieben” ist, nach seinen Wünschen für die Zukunft des Kletterns, so liegen ihm zwei Dinge besonders am Herzen: Zum einen wäre das eine Boulderwand für die Halle, also eine Wand, an der man Klettern kann ohne Seil und Gurt in Absprunghöhe, denn das sei bei dieser Sportart gerade für die Kommunikation untereinander unheimlich wichtig, so Forst, zum anderen wünscht er sich mehr Kooperationen mit den Hennefer Schulen. Sein Wunschtraum sei dabei, dass bereits alle Hennefer Grundschülerinnen und -schüler schon klettern lernen können. Kooperationen gibt es derzeit mit dem Städtischen Gymnasium seit 2011 sowie seit einem Jahr mit der Gesamtschule Hennef Meiersheide im Rahmen einer AG.

Wer Lust zum Klettern hat, für den gibt es Kletterschnupperkurse oder die Möglichkeit, einmal beim öffentlichen Samstagsklettern vorbeizuschauen. Nähere Informationen und Kontaktdaten gibt es unter www.hennefertv.de/klettern, Voranmeldungen und Fragen per Email gerne auch an klettern (at) hennefertv.de.


Dieser Artikel wurde von Ulli Grünewald für unseren Verein geschrieben. Vielen Dank!


 

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