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Der Sport im HTV und seine Menschen – Eine Serie

Veröffentlicht am: 20.09.26

Folge 3: Die Basketballabteilung

Weltmeistertitel 2023 und Europameister 2025 bei den Herren. Olympia-Erfolg 2024 der Damen beim 3x3 Basketball in Paris auf dem Place de la Concorde. Ganz aktuell Zuschauerrekorde bei der gerade beendeten Heim-WM der Damen mit einem sensationellen Einzug ins Halbfinale. Basketball in Deutschland schwimmt auf einer Erfolgswelle mit enormem Mitgliederzuwachs in den Vereinen.

Macht sich dieser Boom auch beim HTV bemerkbar? „Auf jeden Fall,“ sagt der frisch gebackene Abteilungsleiter im Basketball Manuel Koscielny. „Seit Corona haben wir stetig an Zulauf gewonnen. Mittlerweile liegen wir bei über 200 Mitgliedern und haben aktuell zwölf Teams, die am Ligabetrieb teilnehmen.“ Aber auch im Hobby-Bereich ist das U-99 Team seit Jahren sehr beliebt. Hier verbringen Männer und Frauen jeden Alters die Montag- und Mittwoch-Abende auf dem Basketball-Court. Es gibt kein Training wie bei den Wettkampfmannschaften, sondern es wird nach dem Warmmachen vor allem gespielt. Diese Gruppe ist offen für alle. Etwas Erfahrung und grundlegende Basketballkenntnisse sind wünschenswert. Gespielt wird wie mit allen Teams seit Anfang des Jahres wieder in der beliebten Sporthalle am Kuckuck. Nach Jahren, in denen die Halle als Notunterkunft für Geflüchtete genutzt worden war, kann der HTV sie nun wieder für die Sportangebote nutzen.

Am Wettkampfbetrieb nehmen vor allem die Jugendmannschaften teil, aber auch zwei Herrenteams. „Nur das Damenteam hat sich leider aufgelöst, erzählt Manuel Koscielny mit Bedauern. „Mittelfristig wollen wir das unbedingt wieder ändern. Deshalb sind wir für jedes Interesse dankbar. Und im Kinder- und Jugendbereich werden wir vermutlich eine neue U8 gründen, um der vorhandenen Nachfrage gerecht zu werden,“ sagt Koscielny, der mit viel Engagement sein neues Amt angetreten hat. Bei den Jüngsten wird dann vor allem erst einmal der Spaß im Vordergrund stehen. Spielerisch den Umgang mit dem Ball erlenen und das Agieren im Team. „Basketball ist vor allem ein Mannschaftssport. Das und die Schnelligkeit des Spiels, der rasante Wechsel zwischen den Körben ist es, was den Sport für mich so interessant macht. Es passiert ständig etwas auf dem Feld, ganz anders als beim Fußball beispielsweise,“ meint der Abteilungsleiter, der überraschenderweise gar nicht selbst spielt. „Ich kann schon etwas mit dem Ball umgehen,“ sagt er mit einem Augenzwinkern. „Früher habe ich auf dem Hof meiner Eltern Körbe geworfen.“ Aber sein Engagement für den Sport rührt vor allem daher, dass seine beiden Söhne im HTV mit dem Basketball begannen. Als ihr Team einen neuen Trainer brauchte, sprang er sofort ein, zuerst als Co-Trainer, dann als alleiniger Trainer und seit der Mitgliederversammlung Ende Juni in diesem Jahr sogar als Abteilungsleiter. Damit führt er eine gute Tradition fort. Die Basketballabteilung des HTV hat sich 1989 gegründet, als sich der Gymnasial-Sport-Verein Hennef auflösen musste und die ehemaligen erfolgreichen Spieler keine Möglichkeit mehr hatten, in Hennef ihrem Sport nachzugehen. Sie fanden eine neue Heimat im HTV. Abteilungsleiter wurde damals mit Jochen Wrobel einer der Väter der allesamt noch jugendlichen Spieler. Was zunächst für ein Jahr geplant war, hielt ganze elf Jahre bis zum Jahr 2000. Ganz ähnlich also, wie der jetzige Abteilungsleiter ins Amt gekommen ist. „Das könnte doch auch ein Vorbild für andere Eltern sein, die regelmäßig die Teams ihrer Kinder am Spielfeldrand unterstützen und anfeuern. Denn danach suchen wir besonders: Trainer und Betreuer für unsere Mannschaften,“ wirbt Koscielny. Der HTV fördert so ein Engagement und finanziert auch Übungsleiter- und Trainerscheine. „Wir sind für jede Unterstützung dankbar,“ berichtet Koscielny. „Und der relativ kleine Aufwand, den man als Coach für eine Mannschaft investiert, wird einem im Großen zurückgegeben, wenn man sieht, dass das Teambuilding und die Freude am Mannschaftsport, die man damit schafft, Früchte trägt. Die Ziele müssen gar nicht hoch gesteckt sein, gerade bei den Jüngeren, die man betreut. Die Kids müssen nicht immer die allerbesten Freunde fürs Leben werden, aber als Mannschaft sollen sie zusammenwachsen und Spaß am Sport haben,“ sagt Koscielny.

Von ihrer Zeit als Kind und Jugendliche im Hennefer Basketballteam kann auch Anne Mendler etwas erzählen. Seit 1995/96 hat sie ohne Unterbrechung elf Jahre wettkampfmäßig in der Mädchenmannschaft des HTV gespielt. Als sie zum Studium nach Köln zog, war das Spielen in der Hennefer Mannschaft zeitlich nicht mehr möglich. Später kamen dann die Kinder dazu, so dass sie nur noch sporadisch Zeit für den Basketball fand. „Zwar habe ich hin- und wieder den Ball in der Hand gehabt,“ erzählt die Sport- und Mathe-Lehrerin, „aber wenn mich dann jemand angesprochen hat, dass ich bestimmt mal wettkampfmäßig gespielt hätte, ist der Wunsch sofort wieder da gewesen, auch wieder Teil eines Teams zu sein,“ sagt Anne Mendler voller Begeisterung für ihren Sport. „Als ich dann mit der Familie wieder zurück nach Hennef kam, hat es mich direkt auch wieder zum Basketball gezogen.“ Seit sieben Jahren ist sie nun Teil der U99-Mannschaft. Und ihre Leidenschaft hat sie auch an ihren Sohn weitergeben. „Der Große spielt bei Manuel in der U12“, erzählt sie.

Aber ein großes Anliegen hat Anne Mendler noch, denn in ihrer U99 gibt es eine Überzahl an Männern bei nur noch drei Frauen. „Auch wenn ich die Herausforderung im Wettkampf mit den Männern sehr mag, flößt es uns Frauen schon das ein oder andere Mal Respekt ein, wenn ein Mann angestürmt kommt. Da macht man dann schon mal lieber einen Schritt zur Seite“, sagt sie mit einem Lachen. „Mein Wunsch wäre deshalb wieder zusätzlich die Gründung eines reinen Damen-Teams.“

„Das Team würde erst einmal als Hobby-Team gegründet werden und Freitagabends trainieren,“ unterstützt Abteilungsleiter Manuel Koscielny die Idee. „Aber Vorkenntnisse sind dabei schon empfehlenswert. Zielgruppe wären sicherlich Wiedereinsteigerinnen, wie Anne.“

„Genau,“ nimmt Anne Mendler den Pass entgegen. „Spiel und Spaß stehen im Vordergrund, wie es in unserer U99 auch der Fall ist. Und vielleicht kann sich daraus auch irgendwann wieder ein Damen-Wettkampfteam entwickeln.“ An aller erster Stelle steht aber die Freude, Basketball mit Gleichgesinnten zu spielen. „Wenn es euch auch in den Fingern kribbelt, lasst uns gemeinsam ein tolles neues Frauenteam ins Leben rufen.“

Wer Interesse hat, Teil der Basketballbegeisterung im HTV zu werden, kann sich gerne melden unter basketball@hennefertv.de

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